"Wenn dein Herz voll ist : Du bist nicht allein ." 🩷🌸

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Ihr Lieben,

heute möchte ich meine Gedanken und Gefühle mit euch teilen.

Der Herbst breitet sich aus, und mit ihm beginnt für mich eine besonders gefühlvolle Zeit. Ich liebe seine Ruhe, die wundervollen Farben, den Duft des Regens und den Nebel, der alles für einen Moment ganz still erscheinen lässt.

Auf dem Balkon sitzen, eine Tasse Tee in den Händen, Apollo und mein jüngstes Kind bei mir. Einfach da sein und alles auf mich wirken lassen. Diese kleinen, zauberhaften Momente voller Freude und Glück machen mich dankbar für alles, was ich habe, und für den Menschen, der ich heute bin.

Doch während ich diese Ruhe genieße, denke ich auch an diejenigen unter euch, bei denen es gerade ganz anders aussieht. An Menschen, deren Gedanken nicht zur Ruhe kommen. Die nach außen funktionieren, während in ihnen so vieles schwer geworden ist.

Vielleicht kennst du diesen Moment, in dem so viele Gefühle auf einmal da sind, dass du denkst: „Das schaffe ich nicht auch noch.“

Wenn du gerade an diesem Punkt stehst, möchte ich dich an etwas erinnern: Du bist nicht allein.

Es ist okay, nicht okay zu sein. Du darfst traurig sein, dich verloren fühlen, Angst haben, wütend oder verletzt sein. Du musst deine Gefühle nicht verstecken oder dich dafür schämen. Auch an solchen Tagen bist du wertvoll und liebenswert.

Du musst nicht erst wieder stark werden, um Liebe zu verdienen.

Mein Glaube gibt mir Halt. Ich glaube daran, dass Gott uns auch im größten Sturm nicht allein lässt. Dass wir uns mit unseren Fragen, unserer Erschöpfung und unseren Tränen an ihn wenden dürfen. Wir müssen dafür keine perfekten Worte finden.

Manchmal ist ein Gebet nur ein leises: „Herr, ich kann gerade nicht mehr.“

Als alleinerziehende Mama von drei wundervollen Kindern, die autistisch sind, habe auch ich Zeiten erlebt, in denen ich nicht wusste, woher ich noch die Kraft, die Ruhe und die Geduld nehmen sollte. Es gab Momente, in denen ich nah am Aufgeben war und nicht wusste, wie ich weitermachen sollte.

Mein Vertrauen in Gott und mein tiefer Glaube haben mir immer wieder Halt gegeben. Nicht immer mit einer Antwort auf jede Frage. Manchmal mit gerade genug Kraft für den nächsten kleinen Schritt.

Das bedeutet nicht, dass mit Glauben alles leicht wird. Auch ein gläubiges Herz darf müde sein. Wenn dein Schmerz bleibt oder du gerade keine Hoffnung spürst, bedeutet das nicht, dass dein Glaube zu klein ist.

Du darfst dich an Gott wenden, so wie du gerade bist. Und du darfst Hilfe von Menschen annehmen: ein offenes Ohr, eine helfende Hand oder professionelle Unterstützung. Du musst nicht alles allein tragen. Hilfe anzunehmen widerspricht deinem Glauben nicht.

Vielleicht kannst du dir heute einen kleinen Moment schenken. Eine Tasse Tee. Ein paar ruhige Atemzüge. Ein Gebet. Oder eine Nachricht an jemanden, dem du vertraust: „Mir geht es gerade nicht gut. Hast du Zeit für mich?“

Du musst heute nicht dein ganzes Leben ordnen. Für heute darf der nächste kleine Schritt genügen.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich gesehen und angenommen fühlst. Dass du Menschen an deiner Seite hast, die dir zuhören. Und dass du Halt in Gottes Liebe finden kannst, auch wenn noch nicht alles gut ist.

Du bist genug. Du bist geliebt. Du bist getragen, von Gott.

Von Herzen, HerzensAnker 🩷

Sylvia Therese Karoglan  🤎🍂

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